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China News: Umfrage der EU-Handelskammer in China zur Geschäftsstimmung 2026
Die Umfrage zur Geschäftsstimmung 2026 der EU-Handelskammer in China verdeutlicht einen „Wendepunkt“ in der Stimmung unter den in China tätigen europäischen Unternehmen. Zwar bestehen weiterhin Herausforderungen, doch deutet die Umfrage auf einen leichten Anstieg des Optimismus und den ersten Rückgang des Anteils der Unternehmen hin, die von einem sich verschlechternden Geschäftsumfeld berichten – zum ersten Mal seit fünf Jahren.

Wichtigste Ergebnisse
Verbesserung der Stimmung: Zum ersten Mal seit dem Ende der „Zero-COVID“-Politik in China hat sich der Rückgang des Vertrauens abgeschwächt. Obwohl eine Mehrheit (68 Prozent) die Geschäftstätigkeit im Vergleich zum Vorjahr weiterhin als schwieriger empfindet, ist der Anteil der Unternehmen, die von einem sich verschlechternden Umfeld berichten, zurückgegangen, während der Anteil derjenigen, die eine Verbesserung melden, leicht gestiegen ist.
Anhaltende Herausforderungen: Trotz der Stimmungswende haben die Unternehmen weiterhin mit folgenden Problemen zu kämpfen:
Konjunkturabschwächung: Obwohl dies nach wie vor die am häufigsten genannte Herausforderung ist, sank der Anteil der Unternehmen, die dies als negativen Faktor identifizieren, um 14 Prozentpunkte auf 57 Prozent.
Inländischer Wettbewerb: Der Wettbewerb durch private inländische Unternehmen ist die am zweithäufigsten genannte Herausforderung, insbesondere in den Bereichen Maschinenbau und Medizintechnik.
Marktzugang und Regulierung: Obwohl sich die Stimmung in diesem Bereich verbessert hat, berichten 54 Prozent der Unternehmen weiterhin von verpassten Geschäftsmöglichkeiten aufgrund von Marktzugangs- und Regulierungsbarrieren.
Geopolitische Risiken: Es bestehen weiterhin Bedenken, insbesondere bei Unternehmen aus den Bereichen Luftfahrt, Raumfahrt und Automobilindustrie.
Investitionsausblick: Die Attraktivität Chinas als Investitionsstandort bleibt verhalten. Nur 53 Prozent der Unternehmen – ein Rekordtief – stufen China sowohl für aktuelle als auch für zukünftige Investitionen als einen der drei wichtigsten Standorte ein, und 14 Prozent – ebenfalls ein Rekordwert – haben keine Pläne für neue Investitionen.
Operative Abhängigkeit: Trotz der zurückhaltenden Investitionsstimmung bleibt China für viele europäische Unternehmen von entscheidender Bedeutung.
- 70 Prozent gaben an, im Jahr 2025 ein positives Ergebnis vor EBIT zu erzielen.
- 94 Prozent bezeichnen China als wichtigen Beschaffungsstandort hinsichtlich Qualität, Kosten und Zuverlässigkeit.
- 75 Prozent stufen die lokale Produktion als effizienter ein als anderswo.
Strategische Empfehlungen
Der Bericht weist auf Verbesserungspotenzial durch Chinas (15. Fünfjahresplan) hin, der hochwertiges Wachstum und die Inländerbehandlung für ausländisch investierte Unternehmen (FIEs) in den Vordergrund stellt. Um das Vertrauen zu stärken, schlägt die EU-Handelskammer Folgendes vor:
„Niedrig hängende Früchte“: Verwaltungsverbesserungen auf lokaler Ebene, wie die Vereinfachung von Baugenehmigungen, die Verbesserung des Zugangs zu Krediten und die Schaffung besserer Kommunikationskanäle zwischen Regierung und Industrie.
Strukturelle Fortschritte: Die Beseitigung spezifischer Engpässe wie Genehmigungsverfahren für Exportkontrollen, Verfahren zum grenzüberschreitenden Datentransfer und die Erleichterung grenzüberschreitender Finanztransaktionen.
Die Umfrage zeichnet letztlich das Bild eines „Paradoxons“: Europäische Unternehmen bewältigen operative und geschäftliche Abhängigkeiten von China, bleiben aber gleichzeitig vorsichtig, wenn es darum geht, neues Kapital zu binden.