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Veröffentlicht in Hong Kong News am 02.04.2026

Hong Kong News: MPFA plant Anhebung der MPF-Einkommensgrenzen

Die MPFA plant, die MPF-Einkommensgrenzen auf HK$ 10.500 (Min) und HK$ 40.000 (Max) zu erhöhen. Die Hongkonger Behörde des Rentenvorsorgefonds (MPFA) hat eine umfassende Anpassung der Einkommensschwellen für die MPF-Beiträge vorgeschlagen. Es wäre die erste Änderung dieser Art seit über einem Jahrzehnt.

In einer Konsultation mit dem Arbeitsberatungsausschuss am 31. März 2026 legte die MPFA Pläne vor, um die seit 2013/2014 stagnierenden Grenzwerte an das aktuelle Lohnniveau in Hongkong anzupassen.

Die vorgeschlagenen Änderungen im Überblick

Hinweis: Der maximale Pflichtbeitrag für Arbeitgeber und Arbeitnehmer würde somit um HK$ 500 pro Monat steigen.

Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt

  • Entlastung für Geringverdiener: Etwa 78.000 Arbeitnehmer, die monatlich HK$ 10.500 oder weniger verdienen, wären künftig von eigenen Beitragszahlungen befreit. Die Arbeitgeberseite bleibt jedoch verpflichtet, weiterhin den 5 %-Anteil abzuführen.
  • Mehrbelastung für Besserverdienende: Arbeitnehmer mit einem Einkommen über der bisherigen Grenze sowie deren Arbeitgeber müssten höhere Beiträge leisten, um die neue Obergrenze von HK$ 40.000 abzudecken.

Reaktionen der Interessengruppen

Wie zu erwarten, stößt der Vorschlag auf ein geteiltes Echo:

  • Arbeitnehmervertreter: Begrüßen die Maßnahme ausdrücklich. Sie betonen, dass die Anpassung längst überfällig sei, um die Kaufkraft im Alter zu sichern. Vereinzelt wurde sogar eine langfristige Anhebung der Obergrenze auf HK$ 60.000 gefordert.
  • Arbeitgebervertreter: Äußern Besorgnis über steigende Lohnnebenkosten. Insbesondere kleine und mittlere Unternehmen (KMU) könnten durch den zusätzlichen finanziellen Druck im aktuellen globalen Wirtschaftsumfeld belastet werden.

Nächste Schritte

Die MPFA prüft den Vorschlag derzeit unter Berücksichtigung aktueller Einkommensdaten und gesetzlicher Rahmenbedingungen. Ein Abschlussbericht mit formellen Empfehlungen soll der Regierung bis Mitte 2026 vorgelegt werden.